Home
Wer sich heute ein Videospiel kauft, macht das noch zu 90 Prozent in einem Ladengeschäft und nimmt dann eine Datenträger in einer Verpackung mit nach Hause. Und dennoch: Gerade bei Video- und Computerspielen wird die Speicherung der Software auf Datenträger immer stärker von den großen Medienkonzernen abgelehnt. Diese sehen die Zukunft vor allem im Download von Inhalten. Diese Form der Distribution bietet den Kunden vor allem Vorteile: Es ist vor allem wesentlich bequemer und günstiger, sich Spiele, aber auch Filme von Downloadportalen herunterzuladen. Für die Kunden stellt sich diese Sichtweise als problematisch da, große Teile lehnen Downloads ab: Man hat nicht mehr in der Hand, ist ein sehr häufiges Argument. Das physische Vorhandensein der Daten scheint für viele Kunden extrem wichtig zu sein. Ähnliches gilt für Bücher: Digitale Formen von Printmedien setzen sich nur sehr langsam durch, denn die Kunden halten doch lieber ein klassisches Buch als einen elektronischen Reader in der Hand. Weit problematischer wird allerdings von den Kunden das Problem der Wiederverkaufsmöglichkeit gesehen, denn Downloadinhalte können nur schwerlich weiterverkauft werden. Dies gilt insbesondere für Spiele und Filme, denn die werden häufig nach dem Durchspielen oder Durchsehen weiterverkauft oder auf Auktionen angeboten. Außerdem haben viele Spieler oder Filmfreunde mit einem ganz einfachen Problem zu kämpfen: Speicherplatz! Denn wenn man bedenkt, dass ein Blu-Ray-Film mit einer Größe von um die 25GB Daten daherkommt, kann man sich schnell ausmalen, wie schnell auch Festplatten mit einem Terabyte Speicherkapazität an ihre Grenzen kommen, da ja auch noch Fotodaten, Musik usw. darauf abgelegt werden. Für viele Computernutzer ist deshalb die Einsparung von Speicherplatz oberstes Gebot! Es wird sich zeigen, was die Zukunft bringt, denn zwischen den großen Medienunternehmen und den Nutzern von Medien wird es in Zukunft wohl vermehrt Konflikte und Diskussionen über das Für und Wider von digitalen Publikationen kommen.